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Die Sekundarstufe II ist in vier Kurshalbjahre mit sehr unterschiedlichen Themen gegliedert:

 

Kursthema 11 I heißt „Siedlungsentwicklung und Raumordnung“

 

Europaweit werden Städte unter die Lupe genommen, um ihre Entstehung, ihre Entwicklung über die Jahrhunderte, Phänomene ihrer inneren Differenzierung, Konflikte in ihren Teilräumen (z.B. City) und Lösungsansätze zu verstehen, darzustellen oder auch schon mal selbst zu entwickeln. Erstaunlich ist neben der Vielgestaltigkeit dieser Entwicklung (z.B. im Vergleich von Paris, London und Berlin) das Auftreten gemeinsamer Tendenzen (z.B. Amerikanisierung).

„Raumplanung als Mittel zur Angleichung ungleichwertiger Raumstrukturen“ schließt den Lehrgang in 11 I ab. Was sich hier recht trocken liest, kann beim Vergleich eines strukturstarken Raumes wie des Großraumes Hamburg mit der strukturschwachen Uckermark schnell an Brisanz gewinnen. Beide haben ihre Probleme! Wie kann Raumplanung sie mildern?

Das zweite Halbjahr der Elften steht unter dem Rahmenthema „Europa – Raumstrukturen im Wandel“.

Die SchülerInnen erarbeiten sich zunächst einen Überblick über ihren Heimatkontinent, der in der 6.Klasse der Grundschule zum ersten und letzten Mal Hauptthema gewesen war. So sind sie recht aufgeschlossen gegenüber topographischem Überblick, natur- und wirtschaftsräumlicher Gliederung. Manch einer erfährt von Ländern, Landschaften oder Klimazonen , die er nicht in Europa vermutet hätte. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung der Europäischen Union und ihre aktuellen Pläne und Probleme. Ohne aktuelle Informationen aus Presse, TV und Internet wäre das nicht möglich.

Ausgerüstet mit diesem Grundwissen, geht es dann in konkrete europäische Regionen (zwischen Lappland und Andalusien), die in den kurzen 17 Jahren, die unsere SchülerInnen jung sind, oft atemberaubende Entwicklungen erlebt haben oder aber auch auf einem Stand verharrt sind, der uns manchmal mittelalterlich anmutet. So oder so sind die Bedingungen und Hintergründe oft vielschichtig und nicht auf den ersten Blick zu durchschauen. Bei ihrer Untersuchung kommen vielfältige Materialien zum Einsatz, die allmählich anspruchsvoller werden und so auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereiten, was Berufsfachschulen und Universitäten von unseren Abiturienten erwarten.

Oft am Schluss des Kurshalbjahres steht der „Landschaftswandel durch Tourismus“, ein Thema, bei dem die SchülerInnen die zu untersuchende Urlaubsregion gern nach eigenen Interessen oder Erfahrungen auswählen.

 

Leben in der „Einen Welt“ - „Entwicklungsländer“ im Wandel steht im ersten Kurshalbjahr der Zwölften auf dem Programm.

 

Aus Platzgründen hier eine konzentrierte Darstellung der Schwerpunkte:

  • Typisierung von Entwicklungsländern (verschiedene)

  • Merkmale von Unterentwicklung (¾ aller Länder dieser Welt!)

  • Ursachen der Unterentwicklung (Entwicklungstheorien)

  • Nutzung und Nutzungsprobleme in immerfeuchten, wechselfeuchten und Randtropen

  • Entwicklungsstrategien, Entwicklungszusammenarbeit und –projekte

Das hört sich hier vielleicht etwas nüchtern an, wird aber am konkreten, oft selbst gewählten Land untersucht und durch deren Vielzahl ein eher willkommenes Thema.

 

Seit mehreren Jahren ist die vom Fachbereich Geo mit ins Leben gerufene Studienfahrt fester Bestandteil dieses Kurshalbjahres. Reiseziele wie St. Peter-Ording, die Toskana, Wien oder Schottland werden in guter Erinnerung bleiben. Ebenso die Ausstellungen der Arbeiten, die während dieser Reisen entstanden und anlässlich der Weihnachtskonzerte zu sehen sind.

 

Zum Abschluss geht es in 13 II in „Ausgewählte Weltwirtschaftsregionen im Wandel“

 

Das erste Thema führt allerdings zunächst in das Innere der Erde. Ihr Schalenbau lässt die Theorie der Plattentektonik verständlich werden. Die wiederum lässt verstehen, wie Gebirge, Vulkane und Erdbeben entstehen. Quasi als Nebenprodukte bilden sich Erdöl, Kohle, Salze und Erze. Deren Anordnung auf der Erde verliert durch dieses Wissen auf einmal den Anschein der Zufälligkeit. Ihr Förderung verändert ganze Regionen der Erde und wird so für Erdkunde zu einem weiteren interessanten Thema. Ebenso die Frage der Reichweite dieser in der Erdgeschichte entstandenen und somit endlichen Ressourcen. Automatisch stellt sich die nächste Frage: Welche Alternativen gibt es?

Mit diesen vor allem physisch-geographischen Kenntnissen im Hinterkopf werden nun die USA, aber auch Japan und China untersucht. Wird die Weltmacht Nr. 1 ihren Platz behaupten können? Wie gelang Japan, wie gelingt China sein rasanter Aufstieg? Auch Malaysia, Singapur oder Thailand sind interessante Länder im asiatisch-pazifischen Raum, die für das Thema ausgewählt werden können.

Bei allen Themen wird deutlich, die Welt wird kleiner und die Wahrscheinlichkeit, dass junge Leute weltweit agieren werden, wird größer. Globalisierung fordert Kenntnis globaler Prozesse. Geographie hat die Aufgabe diese zu entwickeln

Von Anfang an konnte Geographie am GSG auch im Leistungskurs angeboten werden. In manchen Jahren war das Interesse so groß, dass sogar zwei Leistungskurse eingerichtet werden mussten. Seitdem hat eine Vielzahl von Absolventen dieser Kurse Geografie, Geowissenschaften, Stadt- und Regionalplanung........... als Studienrichtung gewählt.


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